Stipendiaten
Ausbildung während der Promotionsphase
Vor dem offiziellen Beginn der Promotion nehmen alle Stipendiaten am Seminar „Pathophysiologie der Ionendysregulation“ teil. In der Zeit bis zum Beginn der Promotionsarbeit (ProWiss-Semester) erfolgt eine inhaltliche Einarbeitung in das jeweilige Forschungsthema. Falls notwendig, kann in dieser Phase auch ein Tierversuchskurs (FELASA B) absolviert werden.
Während des Promotionsjahres wird ein ergänzendes wissenschaftliches Seminarangebot „ScienceSlam“ angeboten.
Es umfasst fünf zentrale Veranstaltungen:
- Gute wissenschaftliche Praxis (u. a. Datenmanagement, Ethik, Datenschutz)
- Statistik in der translationalen Forschung
- Wie schreibe ich meine Doktorarbeit? – Erfahrungen von PI und CS
- Karriere nach der Promotion – z. B. Bewerbung auf ein Clinical Scientist Programm
- Soft Skills im Laboralltag – inklusive Laborbesuch, Mentoring und Industrie-Exkursion
Zusätzlich können Promovierende ein mehrwöchiges Austauschprogramm in einem externen Labor nutzen, am Ausbildungsprogramm des SFB 374 (RenPro) teilnehmen und ihre Ergebnisse auf Fachkongressen vorstellen. Auch die Teilnahme an Workshops der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) ist möglich, einschließlich der Beantragung von Reisestipendien.
Alle Promovierenden werden in die Graduiertenschule MedReGS aufgenommen und durch ein dreiköpfiges Promotionskomitee individuell betreut. Regelmäßige Treffen, ein fester Ansprechpartner im Labor sowie ein gemeinsames Retreat nach dem ProWiss-Semester sichern die Qualität der Ausbildung.
Betreuung der Stipendiaten
Die Betreuung im TALENT-Promotionskolleg erfolgt im Tandem-Modell: Jede Promotion wird gemeinsam von einem erfahrenen Wissenschaftler. (Principal Investigator, PI) und einem jüngeren Clinician Scientist (CS) betreut. Dabei können sowohl klinische als auch vorklinische Fachbereiche eingebunden sein.
Zu Beginn der Promotionsarbeit wird für jeden Promovierenden ein individuelles Promotionskomitee gebildet. Es besteht aus dem Betreuer-Tandem (PI und CS) sowie einer dritten, unabhängigen wissenschaftlichen Person. Dieses Komitee begleitet die Promotion über die gesamte Dauer hinweg, trifft sich mindestens alle drei Monate mit dem Promovierenden und unterstützt bei wissenschaftlichen und organisatorischen Fragen.
Alle Projekte müssen zudem einen Ansprechpartner direkt im Labor benennen, der bei Alltagsproblemen schnell zur Verfügung steht.
Ein besonderes Highlight ist das Retreat am Ende des ProWiss-Semesters. Hier werden alle Promotionsprojekte vorgestellt, wissenschaftlich diskutiert und gemeinsam mit Betreuenden und Kollegen weiterentwickelt. Zugleich dient die Veranstaltung der intensiven Vernetzung der Doktoranden untereinander.
Die Betreuung ist über eine Doktorandenvereinbarung formal geregelt, die die Rechte und Pflichten beider Seiten festlegt.
Abschluss der Promotion
Zum Ende der Promotionsphase wird neben der Einreichung der Dissertation ein abschließender Bericht durch die Promovierenden verfasst. Dieser dient dem Beratungsgremium zur Bewertung des individuellen Projektverlaufs und der Qualität der Betreuung.
Folgende Leistungen und Nachweise sind für den erfolgreichen Abschluss des Programms vorgesehen:
- Abgabe der Promotionsschrift sowie die erfolgreiche Verteidigung der Arbeit. Ziel ist eine Promotion mit der Bewertung mindestens magna cum laude.
- Publikation der Ergebnisse, idealerweise als Erstautoren in einer anerkannten internationalen Fachzeitschrift.
- Erfüllung der projektspezifischen Meilensteine und Zeitpläne, wie sie zu Beginn gemeinsam festgelegt wurden.
- Teilnahme am Retreat, bei dem der aktuelle Forschungsstand vorgestellt und im Kolleg diskutiert wurde.
- Rückmeldung über die Betreuung (durch Evaluationsbogen) – sowohl seitens der Promovierenden als auch der Betreuer.
Diese Elemente sichern eine hohe wissenschaftliche Qualität und helfen, das Programm kontinuierlich weiterzuentwickeln.