Betreuer

Das TALENT-Promotionskolleg an der Universität Regensburg zielt auf die frühzeitige Förderung wissenschaftlich exzellent motivierter Medizinstudierender. Im Fokus stehen pathophysiologisch relevante Störungen des intrazellulären Na⁺- und Ca²⁺-Stoffwechsels. Das Programm vereint vorklinische, biologische und klinische Perspektiven in einem interdisziplinären Rahmen.

Betreuende (PIs) arbeiten im Tandem mit jüngeren Clinician Scientists (CS) und begleiten die Promovierenden während einer strukturierten 12-monatigen Vollzeitforschung, ergänzt durch eine 4-monatige studienbegleitende Phase. Die Auswahl der Promotionsthemen erfolgt qualitätsgesichert durch ein Gremium.

Für Betreuende bietet das Kolleg die Chance, talentierte Nachwuchskräfte frühzeitig für ihre Forschung zu begeistern, strukturiert auszubilden und langfristig für die wissenschaftliche Laufbahn zu gewinnen. Zusätzlich steigert die enge Einbindung in das Kolleg die Sichtbarkeit und Drittmittelfähigkeit der eigenen Arbeitsgruppe.

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Auswahl der Betreuer im TALENT-Promotionskolleg

Coference call

Die Betreuung der Promovierenden erfolgt im Tandemmodell durch erfahrene PrincipalInvestigators (PI) und jüngere Clinician Scientists (CS) aus klinischen oder vorklinischen Fachrichtungen. Betreuerinnen und Betreuer sowie ihre Projekte durchlaufen ein strukturiertes Auswahlverfahren: Ein Exposé sowie eine Projektpräsentation werden durch ein vierköpfiges Projektauswahlgremium bestehend aus dem Sprecher, dem Stellvertreter und zwei weiteren habilitierten Mitgliedern den beiden Fakultäten evaluiert. Die zwei weiteren habilitierten Mitglieder werden vom Sprecher und seinem Stellvertreter bestimmt. Diese Evaluation findet jedes Jahr erneut statt, womit jedes Jahr neue Betreuer und neue Promotionsthemen in das Promotionskolleg aufgenommen werden können.

Promotions­komitee und Doktoranden­vereinbarung

Zu Beginn jeder Promotionsarbeit wird eine verbindliche Doktorandenvereinbarung zwischen Promovierenden und Betreuenden abgeschlossen, in der Rechte und Pflichten beider Seiten geregelt sind. Begleitend wird ein dreiköpfiges Promotionskomitee eingerichtet, bestehend aus den betreuenden PI/CS sowie einer weiteren erfahrenen Person aus MedReGS oder den DFG-Verbünden Transregio 305 bzw. 374. Dieses Gremium wird vom Auswahlkomitee benannt.

Das Komitee trifft sich mindestens alle drei Monate mit dem Doktoranden zur Evaluation des Arbeitsfortschritts. Darüber hinaus ist für jedes Projekt eine kontinuierlich erreichbare Ansprechperson vor Ort im Labor vorgesehen.

Ein zentrales Element der Qualitätssicherung ist das Retreat nach dem ProWiss-Semester, bei dem alle Promovierenden den Zwischenstand ihrer Projekte vorstellen. Ziel ist es, gemeinsam Herausforderungen zu identifizieren und Lösungen zu erarbeiten sowie die wissenschaftliche Vernetzung innerhalb des Kollegs zu fördern.

Ablauf der Promotionskolleg und der Betreuung

Im TALENT-Promotionskolleg übernehmen Sie als Betreuer:in (Principal Investigator, PI) gemeinsam mit einem Clinician Scientist (CS) die wissenschaftliche und strukturelle Betreuung einer Promotionsarbeit. Die Tandem-Betreuung ist ein zentrales Element des Kollegs und erfordert aktives, kontinuierliches Engagement.

Vorbereitungsphase (3. klinisches Semester bis Start der Promotion)

  • Ziel: inhaltliche Einarbeitung der Studierenden in das gewählte Thema
  • Teilnahme an einem vorbereitenden Seminar zur „Pathophysiologie der Ionendysregulation“
  • Absolvierung eines ggf. erforderlichen FELASA-B-Kurses (Tierversuche)
  • Offizielle Aufnahme in das Kolleg nach Projekt- und Betreuerauswahl durch das Auswahlgremium
1

Promotionssemester (4. klinisches Semester)

  • Start der Promotion mit paralleler Teilnahme am ProWiss-Curriculum
  • Verpflichtende Seminare zu Guter wissenschaftlicher Praxis und Statistik
  • Bildung des Promotionskomitees (PI, CS, + 1 weiteres Mitglied)
  • Abschluss eines Betreuungsvertrags mit verbindlicher Festlegung von Rechten und Pflichten
2

Promotionsjahr

  • Durchführung des Forschungsprojekts im Labor
  • Optionale Teilnahme an Austauschprogrammen, ScienceSlam, Fortbildungen und Kongressen
  • Quartalsweise Meetings mit dem Promotionskomitee zur Fortschrittskontrolle
  • Betreuung durch Tandem-Supervision (PI & CS) und tägliche Begleitung durch Laboransprechpartner:in
3

Retreat (nach ca. 4 Monaten)

  • Vorstellung des Projektstandes
  • Offene Diskussion über Herausforderungen und Lösungsansätze mit Komitee, Kollegiat:innen und Gremium
  • Förderung von Vernetzung und interdisziplinärem Austausch
4

Abschlussphase

  • Abgabe der Dissertation und eines Abschlussberichts
  • Evaluation durch das Beratungsgremium auf Basis:
    • wissenschaftlicher Qualität (z. B. Publikation)
    • Zeit- und Meilensteineinhaltung
    • gegenseitiger Zufriedenheit (Betreuer ↔ Promovend)
  • Feedback durch Betreuende mittels Evaluationsbogen
5

Abschlussphase

Am Ende der Promotionsphase übernehmen die Betreuer eine zentrale Rolle bei der erfolgreichen Fertigstellung des Projekts. Die Betreuer begleiten ihre Doktoranden aktiv bei der abschließenden Datenauswertung, der Interpretation der Ergebnisse und dem Schreiben der Dissertation. Nach Einreichung der Promotionsschrift erstellen die Promovierenden einen Abschlussbericht, der gemeinsam mit einer schriftlichen Evaluation der Betreuung durch die PI und CS in die Qualitätssicherung des Kollegs einfließt. Diese Bewertung berücksichtigt unter anderem den Projektverlauf, das wissenschaftliche Arbeiten sowie die Zusammenarbeit im Betreuungsteam. Ziel ist zudem die Veröffentlichung der Ergebnisse in einer wissenschaftlich anerkannten Fachzeitschrift, idealerweise als Erstautor:in. Die abschließende Promotionsprüfung erfolgt gemäß der geltenden Promotionsordnung; eine Bewertung mit mindestens magna cum laude wird angestrebt. Die Begleitung durch die Betreuenden bis zum Abschluss ist entscheidend für den individuellen Erfolg und die nachhaltige Weiterentwicklung des Programms.

Nach Abschluss der Promotion ist ein Abschlussbericht einzureichen. Auf dessen Grundlage bewertet das Beratungsgremium die Qualität der Förderung anhand klar definierter Kriterien:

  • Publikation der Ergebnisse, möglichst als Erstautor in einer anerkannten internationalen Fachzeitschrift
  • Promotion mit dem Prädikat mindestens magna cum laude
  • Einhaltung des Zeitplans und der projektspezifischen Meilensteine
  • Gegenseitige Zufriedenheit von Promovierenden und Betreuenden (basierend auf Evaluationsbögen)

Qualitätssicherung

Zur Sicherung der hohen wissenschaftlichen Standards im Else Kröner-Promotionskolleg wird ein umfassendes Evaluationskonzept etabliert. Dieses bezieht sich sowohl auf die Qualität der wissenschaftlichen Projekte als auch auf die Betreuung sowie das begleitende Lehr- und Seminarangebot.

Ein zentrales Element stellt das Retreat am Ende des ProWiss-Semesters dar. Hier präsentieren die Doktoranden ihre Projekte. Gemeinsam mit den Betreuern, dem Beratungsgremium sowie den jeweiligen Promotionskomitees werden Fortschritte analysiert, Herausforderungen identifiziert und mögliche Lösungsansätze diskutiert.

Die regelmäßige Qualitätssicherung dient der nachhaltigen Stärkung der wissenschaftlichen Exzellenz sowie der gezielten Auswahl zukünftiger Projekte und Betreuungstandems.

Zur kontinuierlichen Verbesserung des Programms geben Betreuende im Rahmen einer Evaluation Rückmeldung zu Zusammenarbeit, Verlauf und Qualität der Betreuung. Diese Rückmeldung fließt in die Entscheidung über zukünftige Beteiligungen als Betreuer im Kolleg ein.

Die aktive Mitwirkung der Betreuer beim Programmabschluss ist ein zentraler Beitrag zur Sicherstellung der wissenschaftlichen Exzellenz und Nachwuchsförderung im Else Kröner-Promotionskolleg.

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